Lutherweg Thüringen 10. Etappe
Heute bin ich zurück auf den Lutherweg, mit der S3 nach Halle und dem RE 16 nach Apolda.
Vom Bahnhof ging es zurück ins Zentrum und bei der Touristeninfo habe ich mir einen "Glockenstempel" abgeholt. Apolda schaut auf über 200 Jahr Glockengießerei zurück und die größte freischwingende Glocke mit 24 Tonnen Gewicht wurde hier gegossen. Sie hängt im Kölner Dom. Ich kannte Apolda nur als die Stadt der Strickereien, die es seit 400 Jahren gibt. Nach dem Ende der DDR wurden viele liquidiert. Nur noch wenige Manufakturen haben überlebt.
RathausBald erreiche ich Herressen, wo eine schöne Kirche steht, die aber leider verschlossen ist.
Nun schaue ich zweimal, denn die Schilder wollen gefunden sein. Auch heute geht der Weg zwischen zwei Häusern auf eine Garage zu. Ich denke schon, ich bin auf Privatgrund, aber vor der Garage biegt links ein kleiner Pfad nach oben ab.
Auf einer Wiese laufe ich weiter nach oben, wo ein Feldweg verläuft.
Diesen folge ich nun und da es matschig ist, habe ich bald Plateau - Sohlen. Die Sonne versucht immer wieder durch die Wolken zu kommen und ich genieße die Ruhe.
Da kein Zeichen kommt laufe ich immer gerade aus. An einem alten Steinkreuz halte ich Ausschau nach einer Markierung, doch da ist nichts. Also gehe ich weiter geradeaus auf Feldwegen.
Nach ca.7 km kommt mir die B 87 ziemlich nahe und ich beschließe in Wiegendorf nach links abzubiegen und geradeaus durch den Ort und die Felder zu laufen, bis ein Radweg kreuzt. Siehe, da ist die Lutherweg Markierung wieder. Ich habe tatsächlich einen Abzweig nach links verpasst oder es gab kein Zeichen?
Nun bin ich wieder richtig und laufe an einem Waldrand entlang nach Umpferstedt, einem hübsch heraus geputzten Dorf mit Bücherbox und Spielplatz. Die Kirche ist verschlossen und ich laufe weiter, den Radweg entlang und setze mich an einer Pausenbank hin, um etwas zu Essen. Allerdings ist es zu kalt für lange Pausen und so geht es bald weiter.
Was für ein bizarrer Stamm.
Mit Beton saniert.
In Süßenborn steht die Kirche etwas ab vom Weg und ich glaube nicht, dass sie offen ist, aber probieren will ich es trotzdem. Am Portal ist ein Schild auf dem " Feininger Church" steht und ich stutze. Was hat Lionel Feininger ( Bauhaus Maler/ Grafiker) mit der Kirche zu tun? Drinnen erfahre ich es. Klar, Bauhaus war zuerst in Weimar, dass nur etwas 8 km entfernt liegt und Feininger hat diese Kirche öfter gemalt. Nach einem kleinen Kunst - Rundgang in der schön sanierten Kirche laufe ich weiter.
Herrliche alte Emporenbänke
Vom Radweg geht es bald in einen kleinen Wald, wo ich schnurgerade bis nach Weimar laufe.
Am kleinen, jüdischen Friedhof komme ich vorbei.
Mir fällt eine riesige Villa ins Auge und ein Schild verrät, dass hier Johannes Itten und Laszlo Nagy gewohnt haben.
Ich laufe von oben direkt auf das Schloss von Weimar zu und dann zum Markt, wo ich in der Info den Stempel bekomme. Ich schlenderte durch die schön sanierte Altstadt und freue mich an der Vielfalt der Stadt, die eine bewegte Geschichte hat, welcher sie sich in verschiedensten Museen stellt.
Schloss von der Ilm - Seite




































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