Lutherweg Thüringen 8. Etappe???

 Mit dem Zug und meinem Lieblingsmensch ging es heute früh nach Jena Göschwitz.

Da es keine offiziellen GPS- Daten von Thüringer Lutherweg gibt, bin ich auf Outdoor Activity und die Wanderkarte des Freistaates Thüringen angewiesen. Dies führt heute zu Diskrepanz. Outdoor zeigt die Strecke rechts der Saale an und die Wanderkarte links der Saale. Ich vertraue letztere und wir laufen am Bahnhof unter den Gleisen hindurch und kommen an der alten Hauptstraße auf unsere Markierung. Perfekt.

In der Sonne laufen wir stetig bergan auf eine Anhöhe und von da laufen wir rechts auf Wiesen- und Feldwege entlang. Mütze und Handschuhe sind längst im Rucksack verbannt und nun kommt noch die Jacke dazu, da der Anstieg schweißtreibend ist.

Auf dem Vogelsberg hat man eine schöne Aussicht in die Hügellandschaft um Jena.




Dann geht es links in ein Tal, dass der Sonne abgewandt liegt. Hier ist der Weg voll überfrorener Schneereste und Wasserlachen, sodass es spiegelglatt ist und wir vorsichtig die Füße setzten. Dazu geht es noch recht steil abwärts und wir sind froh, als wir in Nennsdorf auf die Straße kommen. Doch hier ist plötzlich nur noch die Saalehorizontale und nicht mehr der Lutherweg ausgeschildert. Wieso das? Wir haben keine Ahnung, wo wir einen Abzweig verpasst haben. Zurück auf die Eispiste wollen wir nicht und da die Richtung stimmt, bleiben wir auf der Saalehorizontale und laufen jetzt in der Sonne den Hang hinauf.

 
Doch nach ein paar Kilometern biegt der Weg wieder in ein Seitental ab und hier ist der Forstweg dick vereist, sodass wir nur langsam vorwärts kommen.


Zum Glück geht es auf der anderen Seite wieder sonnig weiter, steil bergauf zum Ernst- Haeckel- Stein, wo wir eine Pause auf einer sonnigen Bank machen. Der Lutherweg ist auch hier nicht zu finden und so beschließen wir der Saalehorizontale in die Stadt zu folgen, denn unser eigentliches Ziel ist heute nicht mehr erreichbar. Inzwischen sind wir 13 km gelaufen und eigentlich immer noch in Jena.


         Blick vom Gedenkstein

Frisch und gestärkt laufen wir weiter über den Kinder- Wanderweg ( Fuchsweg) zum Forstweg und von da der gelben Markierung folgend, bergab in Serpentinen nach Jena- Süd in die Stadt.
Wir kommen an einem ehemaligen Mahnmal vorbei und staunen, dass ein historische Richtstätte zum Friedensberg umbenannt wurde. Das ganze Areal ist Sprayern in die Hände gefallen.



Wir laufen zum Bahnhof und von da geht es nach Hause.

      Volkshaus Jena (ein Geschenk von Ernst Abbe an die Jenaer 1903)
Ernst Abbe war Geschäftsführer der Carl- Zeis- Werke.

        Hausdurchgang


Fazit: Wunderschöne Wanderung auf der Saalehorizontale mit vielen Höhenmetern. Leider nicht der Lutherweg 🤗





Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Von Bad Sulza nach Naumburg

Lutherweg Sachsen - Anhalt 15. Etappe

Lutherweg Sachsen Anhalt 17. Etappe